antike Astrologie: Planeten in Zeichen und Kräften
Autorin: Traudl Walden Homepage
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In der antiken Astrologie kannte man nur sieben kosmische Kräfte. Zusammen mit den zwei
Lichtern Sonne und Mond ergaben die fünf Wandelplaneten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und
Saturn eben diese sieben Kräfte. Später kamen die Aussenplaneten Uranus, Neptun
und Pluto hinzu - diese bilden eine höhere Schwingungsebene (Oktave) - was
ihnen das Recht einbringt, den sieben kosmischen Kräften Gesellschaft zu
leisten und mit ihnen zusammen die Planetenkräfte in unserem Geburtshoroskop
zu bestimmen und jedem Geborenen eine einzigartige Individualität zu
schenken. Die Sonne bildet den Mittelpunkt dieser Kräfte und ist
ausschlaggebend. Wo sie steht ist der Beginn des Lebens und dort beginnt
unsere Deutung in der Reihe der Planeten, Zuordnungen, Grade,
Skaleneinteilungen, Konjunktiven, Sextile und Winkel hierhin und darhinüber,
nicht zu vergessen die rückläufigen Planeten. Stolpersteine von göttlicher
Hand verteilt, geben sie uns Menschen mehr oder weniger Gelegenheiten für
die Bildung von Charakterstärke.
Sonne
Die Sonne ist das Licht der Selbsterkenntnis, das Element Feuer und das
Sternbild Löwe. Die Glyphe der Sonne bedeutet Mittelpunkt der Planeten, aber auch
das inkarnierte Individuum (Ego). Der Kreis deutet auf die kreisenden
Planeten und auf das harmonische Miteinander des Menschen mit seiner
Aussenwelt (Sozialität). Sonne bringt Ordnung in das Chaos der Dunkelheit.
Sie überstrahlt alles und ist das mächtigste Gestirn und Zeichen im
Horoskop. Die Sonne ist ein Wohltäter und sollte deshalb viel, sehr viel in
Rezepturen verarbeitet werden.
In der griechischen Mythologie tötet Apollon, Sohn des Zeus, in der
Mysterienstätte Delphi den Drachen - der die Erdgöttin Gaia symbolisiert.
Von Pan erhält Apollon die Gabe der Prophezeiung, was den Tempel Delphi zur
wichtigen Orakelstätte macht. Ganz nebenbei ist Apollon ein wunderschöner
Jüngling! Schön und verführerisch. Nachdem er die Waffenmeister des Olymps
(Kyklopen) tötete, wurde er von Zeug bestraft. Danach predigte Apollon die
Mäßigkeit und die Selbsterkenntnis.
Baldur, Sohn von Odin [ist] der germanische Lichtgott und Gott der Prophezeiung.
Im Keltischen ist dies Bel. Im Germanischen wird die Sonne als weiblich
gesehen: Frau Sunna und Göttinnen wie Ostara, Holle oder Perchta sind damit
verbunden. Die "Drei Saligen" beschützen zur Wintersonnenwende das
neugeborene Lichtkind.
Die Zahl 6 und die Farben Gold, gelb und orange, der Tag Sonntag und die
Jahreszeit Sommer sind [Sonne].
Das Alter des Menschen von 21 - 42 ist sonnig, in dieser Zeit sollten sich
Verstandes- und Bewusstseins-Seelen bilden, mit deren Hilfe sich der Mensch
höheren Wesen zuwenden kann.
Die Harmonie zwischen oben und unten, zwischen Kopf (Feuer) und Bauch
(Wasser) lassen geistige Spiritualität, Lebensfreude und Herzenswärme
entstehen.
Die Organe der Sonne, oder des Löwens, sind: linkes Gehirn, Herz, RES
(Abwehr), Herz-Kreislauf, Kapillaren, Wärmeregulation, Rhythmus und
Lebenskraft. Dem Sternbild Löwe ist der Rücken zugeordnet. Die Konstitution
ist hyperton, apoplektisch, luesinisch und gichtisch-rheumatisch. Daraus
ergeben sich Krankheitsbilder wie Herz-Kreislauferkrankungen, Leiden des
Immunapparates, Identitätsprobleme oder Probleme im Bereich der Sozialität.
Ein Übermaß an Sonnenenergie verleiht eine Neigung zur Verblendung und
Selbstüberschätzung. Gerne zerstören sie dann sich und andere. Gerne
beschäftigt man sich dann mit dem Tod und Suizid, bleibt aber geizig.
Ein Mangel an Sonnenenergie bildet einen schwach inkarnierten Astheniker
aus, der einen starken Drang zur Spiritualität und zum Jenseits verspürt.
Der mangelnde Realitätsbezug behindert ihn in vielen Situationen des Lebens.
Das Organ Herz erkrankt am Konflikt zwischen Intellekt und Gefühl. Am
Endpunkt dieses Konfliktes steht das Vernichtungsgefühl in Form von Angst -
was auch beim Herzinfarkt auftritt.
Orte der Sonne sind helle Orte, Plätze wie Toskana, Weinanbaugebiete und
Plätze der Sonnenverehrung wie Stonehenge, Hünengräber aber auch Paläste.
Das sind Plätze, an denen Sonnenpflanzen wie Johanniskraut, Thymian,
Rosmarin, Gamander, Wein und Eichen gut gedeihen. Olivenbäume wollen es sehr
warm und Olivenöl tut dem Herzen gut!
Mineralien [der Sonne] sind Steine mit warmer Ausstrahlung, mit gelber oder goldener
Farbgebung oder auch mit starker Lichtbrechung in den Regenbogenfarben.
Metall ist das Aurum metallicum. Früher Tribut an die Sonnengötter - heute
Ausdruck von weltlichem Besitz. Die homöopathische Potenz - D12 aufwärts -
ist die beste Medizin bei Depressionen. Aurum stabilisiert eine erfolgreiche
Therapie, was sich gut am Ende einer Psychotherapie einsetzen lässt.
Mineralien wie Bernstein (Succinum) sind gut einsetzbar bei Phobien,
Goldtopas reguliert das Temperament und verbessert den Geschmackssinn. Alle
Phosphorverbindungen sind "Lichtträger" und symbolisieren das innere Feuer.
Stoffwechselprozesse der Sonne werden mit Sulfur als Reaktionsmittel und
Reiniger in Fahrt gebracht.
Pflanzen der Sonne haben aufrechte, majestätische und harmonische Gestalt.
Haben zwar meist einen bitteren und feurig aromatischen Geschmack - aber
bitter macht bekanntlich lustig - zudem sind diese Wohltäter-Pflanzen
ungiftig. Rhythmischer Aufbau und großzügige Samenbildung, oft mit fettigem
Ölanteil - findet man diese an Standorten, die trocken und warm sind. Viele
finden wir in Lebenselixieren wieder (das ist kein Zufall!). Viele
Herzpflanzen haben weiße, weißrosa Blüten ( [Mond] und [Sonne] ) und deuten uns mit ihrer
Signatur den psychogenen Charakter von Herzkrankheiten.
Um nur einige zu nennen: Adonisröschen für das Altersherz, Engelswurz als
Angstwurz, Lorbeer den Geist anregend, Muskatnuss ab D4 zum Ausgleich der
Stimmung, Olivenbaum bei Sklerosen, Sonnenblume gegen Depressionen oder
Weihrauch bei Autoimmunleiden.
Mond
Das Licht der Erde, der Mond, ist das Element Wasser und das
Tierkreiszeichen Krebs und die Mondsichel ist die Glyphe und zugleich die
Darstellung des weiblichen Prinzips der empfangenden Muttergottheiten.
Der Mond regiert im Horoskop die untere Osthälfte, ist der Gegenpol der
Sonne (Unbewusstes) und des Saturns (Hüter der Schwelle). Bei jedem Vorhaben
sollte auf die Stellung des Mondes geachtet werden - ist er doch der Filter
der kosmischen Strahlen, bevor diese auf die Erde treffen. Periodisch
auftretende Krankheiten stehen analog zu seinen Mondzyklen, was den
rhythmischen Prozessen entspricht.
Muttergottheiten werden vertreten durch die Erdenmutter Gaia, bei den
Germanen die Wala, durch die Fruchtbarkeitsgöttin Artemis - die Herrin über
das Leben ist und den Hebammen vorsteht. Die Zeit des Vollmonds ist die Zeit
der Jagd für Diana: mit Köcher und Bogen ist sie auch die Göttin der
Amazonen. Sie gilt als besonders schön und bereitet den Männern viel Kummer,
da sie über ihre Zeugungskraft herrscht. über die dunkle Seite des Mondes,
zur Neumondzeit, herrscht Hekate, was sie uns bei Mondfinsternissen sehr
nahe bringen kann. Sie ist die Totengöttin des Hades (Totenwelt) ebenso wie
die Göttin des Zaubers und der Magie. Sie wird auch Lilith genannt, die
dunkle Mondgöttin, verkörpert die ungebundenen Triebe der sexuell
freizügigen Frau.
Der Mondknoten (Schnittpunkt der Umlaufbahnen von Mond und Erde) verkörpert
das Karma oder die spirituelle Entwicklung von Herkunft und
Weiterentwicklung.
Mondhaft ist die 9; Farben wie Silber, silbergrau, weiß und milchig, helles
rosa sind [mond]-haft. Der Montag ist zugleich Mon(d)tag und als Zeichen der
Fruchtbarkeit ist der Sommer mit seinem üppigen Wachstum die mondhafte
Jahreszeit. Das Kleinkindalter von der Geburt bis 7 Jahre sind stark geprägt
vom Mond, weil das Wachstumsprinzip, die Bildekräfte und das Unbewusste
vorherrschen. In der Zeit muss sich die Liebe zur Existenz entwickeln, sich
der Natur erfreuen und sich ihr einfügen. [Mond] ist Weichen stellend für
nachfolgende Jahrzehnte der menschlichen Entwicklung. Fehlgeleitete
Entwicklungen und Störungen in diesem Lebensabschnitt prägen ein ganzes
Menschenleben. Kinderkrankheiten gelten als Überwindung miasmatischer
Schwächen.
Organe wie Erkrankung von Brustdrüsen, Fortpflanzungsorgane, Keimdrüsen,
besonders das rechte Gehirn und das limbische System sowie die linken
Körperhälften. Dem Krebs wird die Brust zugeordnet - somit auch die
Speiseröhre und psychosomatische Herzleiden.
Die Konstitution ist lymphatisch, wassersüchtig und sykotisch - was sich im
Aufgeschwemmt sein wieder spiegeln kann.
Als schnell laufender Planet - in 29 Tagen hat er einen Monat geschaffen -
unterliegen ihm Entzündungen, Fieber, Kinderkrankheiten, Empfängnisstörungen
und Menstruationsstörungen. Neurotische Charakterstukturen entstehen aus
Leiden des Unbewussten ebenso wie Schlafstörungen. Impfungen bei Kindern
sowie die Gabe von Antibiotika stören das lunare Prinzip und fördern
sykotische Miasmen, welche sich äußern werden in Wucherungen, die sich in
eine Tendenz zur Chronifizierung entwickeln.
Ein Übermaß an Mondhaftem äußerst sich gerne im Verhaften leiblichen Wohles,
was leicht entarten kann in Völlerei, Trunksucht
oder Ausschweifungen, wie es in den Orgien von Dionysos und Bacchus
beschrieben wird. Mit Schwankungen des Temperaments, auch Launen genannt,
hat jeder schon Erfahrung gemacht.
Ein Mangel an Mondhaftem hinterlässt Instinktlosigkeit, kopflose
Betriebsamkeit und keinen Sinn für die Natur. Degenerative Prozesse, gerne
am Nervensystem, machen das Leben schwer.
Orte des [Mondes] sind Orte mit starkem Wasserbezug. Quellen, Seen und Teiche
werden Kultorte, im Höhlenkult findet die Erdenmutter-Verehrung (Vagina)
ihren Ausdruck. Das sind Orte, an denen Wasserpflanzen gedeihen wie
Orchideen, Lilien, Seerosen, Mädesüß oder mondhafte Birken.
Mineralien sind im oder aus dem Wasser entstanden. Stellvertretend dafür
stehen Muscheln, Korallen und Perlen. Das Metall Argentum metallicum
(Silber) ist Heilmittel für das Unbewusste und fördern den Zugang für eine
psychisch orientierte Therapie.
Wassertiere sind einerseits Nahrungsmittel, andererseits Homöopathikas von
unvorstellbarer Wichtigkeit. Sepia der Tintenfisch bei Genitalleiden,
Spongia der Meerschwamm bei Schilddrüsenleiden, Aalserum bei Nierenleiden
oder Asterias der Seestern bei Drüsenleiden.
Dem Mond ist der gesamte Genitalbereich zugeordnet, besonders die
Fortpflanzungsorgane mit ihren Funktionen. Die Brust wird dem Sternbild [?]
zugeordnet, gemeint sind die psychogenen Prozesse an den Lungen (Asthma) und
am Herzen (Herzneurosen). Die Übererregung der Schilddrüse kann mit
Silbersalben am KG22 gelindert werden. Weil der Wachstums- und
Regenerationsprozess, den der Mond steuert, an der Innen-nach-Außen-Grenze
stattfindet und die Haut schließlich "mitwachsen" muss - finden
mondgesteuerte Prozesse am Übergang Haut-Schleimhaut statt.
Merkur
Zuordnungen:
Zwilling und Jungfrau im Element Luft.
Tag ist der Mittwoch, der Tag der Entscheidungen, Wednesday = Wodanstag.
Merkurs Farbe ist das Gelb, das Gelb des Verstandes, der Sonne und des
Lichts, gelb heitert auf und stimuliert das Denken, weckt den Sinn für das
Komische. Komplementärfarben gelb-violett (Calendula-Lavendel).
Der kleine Finger leitet die Kraft des Merkurs.
Die liegende 8 ist das Symbol der Unendlichkeit.
Alter 7-14 Jahre, die Jugend, in der der Mensch mit seiner Intelligenz die
Welt neugierig wahrnimmt.
Organe Zwilling: Nervensystem, Lunge, Atmung, Drüsen; Lymphe, Hormone.
Organe Jungfrau: Schleimhaut bes. Magen-Darm-Trakt.
Der Mythos:
Im griechischen Mythos wird Hermes als Sohn Zeus und der Nymphe Maya auf dem
Berg Kylene in der Hirtenlandschaft Arkadien geboren. Deshalb beherrscht er
die Viehzucht, sein Zeichen Jungfrau die Pflege kleiner Tiere. Hermes sprang
aus seiner Wiege und stahl die Rinder des Sonnengottes Apollon. Als der
Diebstahl entdeckt wurde, besänftigte er Apollons Zorn, in dem er ihm eine
selbst gefertigte Leier schenkte. Worauf ihm Apollon als Gegengeschenk einen
Stab gab, mit dem er alle Streitenden (Gegensätze) miteinander versöhnen
konnte. Das war der Merkurstab oder Caduceus (Kerykeion). Um den Stab winden
sich zwei Schlangen in dreieinhalb Windungen. über ihren Köpfen verzweigen
sich die Schlangen in zwei Flügeln, über denen sich ein Kieferzapfen erhebt.
Dieser Stab steht für den Wirbelkanal, die Schlangen für die Grenzstränge
(Schöpfung und Erlösung), die Flügel für die Lungen und der Kieferzapfen für
die Epiphyse. Nachdem Apollon Hermes diesen Stab geschenkt hat, wollten die
übrigen Götter nicht zurückstehen. Sie gaben Merkur die Flügelschuhe
(Talaria) und die Flügelkappe (Petasus), die ihm bei seinen Botengängen für
die Götter noch größere Schnelligkeit verliehen.
Das germanische Gegenstück dieses Stabes ist die Irminsul, die mächtige
Säule, die als Zentrum feierlicher Handlungen aufgerichtet wurde, z. B. im
Heiligtum der Göttin Urd im Orderbos bei Soeren.
Das Wesen:
Der Planetengeist, den wir [Merkur] nennen, hieß
* bei den Griechen: Hermes
* bei den alten Germanen: Wotan
* in Skandinavien: Odin
* oder in drei Personen gegliedert: Odin, Vili und Ve.
Der Name Hermes bedeutet Begleiter, Unterstützer. Das Wesen dieses Planeten
ist Zirkulation und Bewegung. Er schafft Dinge von einem Ort, an dem es
davon zu viel gibt, an einen anderen, an dem es davon zu wenig gibt. Deshalb
ist der der Gott des Windes und des Regens, des Handels und der Diebe,
Beförderung von Menschen, Journalismus und Verbreiten von Nachrichten,
Vermitteln von Wissen als Redner oder Schriftsteller.
Im menschlichen Leib beherrscht Merkur alle Kreisläufe (Blut, Lymphe,
Drüsenflüssigkeit), die Atemluft und die Nervenimpulse im zentralen
Nervensystem. In der menschlichen Seele beherrscht er die Denkvorgänge, das
Bewusst-Werden und das Bewusst-Sein, das logische Denken und das Formulieren
von Gedanken in Wort und Schrift. Aber auch Lügen und Betrügen, denn der
neutrale Verstand lässt sich vor jeden Karren spannen!
Im Mineralreich äußert er sich im flinken, so überaus beweglichen
Quecksilber. Im Pflanzenreich sind es die baumelnden Kätzchen und Glöckchen
und die an sehr dünnen, beweglichen Stielen befestigten und immerfort
lispelnden Blätter von Birken und Pappeln, die uns Merkur als ihren
Formenschöpfer erkennen lassen - sowie auch die hohlen Stängel, analog zu
den Blutgefäßen im Körper. Edelsteine wie Aquamarin (Angstbereich Hals und
Schultern), Vivianit (Neurasthenie), Azurit (psychische Wirkung ähnlich
Lavendel), blauer Topas (Bewusstseinssteigerung), Fluorit (Drüsenmittel) und
Apatit (Knochen) werden dem Merkur zugerechnet.
Venus
Zuordnungen:
Tierkreiszeichen Stier und Waage unterliegen der Göttin der Liebe und
dem Element Luft.
Ihre Farben sind Blau (Stier) und das zarte Grün (Waage).
Ihr Metall ist das rote Kupfer.
Der Finger, der ihre Kraft leitet, ist der Ringfinger, an dem man den Ring
der Liebe und der Ehe trägt.
Alle blauen und grünen Steine, besonders aber der Saphir und der Smaragd
gehören zu Venus.
Freitag galt als Tag der Hexen.
Ihre Zahl ist die Sieben. Der Zyklus der 7 ist das Prinzip der Inkarnation
und des psychologischen Rhythmus.
Im Alter von 14-21 sind die Pubertät und die geschlechtliche Reife und die
gefühlsmäßige Ausrichtung auf die Mitmenschen.
Organe: Nieren, Nebennieren, venöser Blutkreislauf, Vegetativum, Thyreoidea;
zusammen mit Mond die Haut. Dem Stier ist der Hals, der Waage sind die
Nieren zugeordnet.
Wiesen und sanft gewelltes hügeliges Land, Uferauen, Lichtungen und
fruchtbares Land ist venusisch.
Mineralien wie Kupfer und Edelsteine wie Cuprit (Schilddrüse), Malachit
(tonisiert die Niere), Dioptas (der Durchblick), Smaragd (Schönheit und
Hormone) und Levico das kupferhaltige Mineralwasser zur Tonisierung der
Nieren und des Kreislaufs gehören zur Venus.
Orte der Venus: Wiesen, sanft gewelltes hügeliges Land, sanftes Klima,
Uferauen und Lichtungen, fruchtbares Land, Bordelle (Venus ist auch die
Kurtisane) und Barockbauten.
Pflanzen der Venus sind harmonisch ausgebildete Kräuter mit harmonisch
gerundeten Blättern, samtweich, lieblich mit betörendem Duft. üppige
Blütenausbildung ist eine Signatur der Venus. Pflanzen ohne Giftbildung,
auffallend viele Rosengewächse und Obstbäume. Venuspflanzen bilden gerne
Pflanzengemeinschaften. Bevorzugte Blütenfarbe ist rosa, weißrosa bis
rosa-violett.
Beispielsweise: Apfel, Gänseblümchen, Granatapfel, Kirsche, Labkraut,
Lärche, Melisse, Quendel, Schafgarbe, stinkender Storchschnabel, Zitrone.
Der Mythos:
Bei den Griechen hieß sie Aphrodite, bei den Römern Venus. Sie soll die
Tochter Jupiters (Zeus) und der Dione gewesen sein. Die weitaus bekanntere
Version ist die Geburt Aphrodites aus dem Schaum des Meeres. Sie wird an der
Insel Zypern an Land gespült, wo eine der Frühlingsnymphen ihr ein Kleid
reicht. Selbst einen Heiratsantrag von Jupiter wies sich zurück, der sie zur
Strafe mit Hephaistos (Schmiedegott) verheiratete. Venus verließ ihn, um mit
Mars (Ares) das Liebeslager zu teilen. Aus dieser Verbindung gingen sieben
schöne Kinder hervor. Ein Kind war Eros, der immer klein blieb - außer in
der Gesellschaft seines Bruders Anteros, des Gottes der Leidenschaft. Denn
Liebe wird durch die Leidenschaft erwachsen.
Venus wurde zur Göttin der Liebe, der Schönheit und der Kunst, der schönen
Sprache und der guten Manieren. Die Schwäche der Venus ist ihre Eitelkeit.
Im Germanischen ist ihr Name Freya, ihr Bruder ist der Fruchtbarkeitsgott
Frey, ihr Gemahl ist Odin.
Das Pentagramm ist das heilige Zeichen der Venus - das böse Geister und
ansteckende Krankheiten fernhält; sofern eine Spitze in Richtung der Gefahr
gerichtet ist. Fünf ist die heilige Zahl der Moslems. Damit dieser Stern
magisch verwendbar ist, muss er in einem Zug gezeichnet werden und
vollkommen geschlossen sein. Als Stern prangt das Pentagramm oft auf
Kriegsgeräten. Venus als Abendstern wird nämlich auch der Bettlerstern
genannt, weil bei ihrem Erscheinen jeder verpflichtet war, einem Bettler
Essen und Obdach für die Nacht zu gewähren.
Das Wesen der Venus:
Sie erzeugt in der Seele die Neigung der liebevollen Hinwendung und Bindung
aus Liebe, sie macht liebenswürdig und einfühlsam. Sie gibt Sinn für
Kleidung und harmonisches Gestalten in Haus und Garten. Sie beherrscht den
Kostümfundus von Theatern, Cafés und Bordelle.
Im menschlichen Körper beherrscht sie die Haut als das jenige Organ, dem die
liebkosende Berührung gilt (Saturn beherrscht die Haut als die Begrenzung
des Ich), die Venen und die Nieren, die endokrine Drüse Schilddrüse und die
weiblichen Geschlechtsorgane. Sie beherrscht den Honig und den Hang zum
Süßen und damit auch die Zuckerkrankheit. Im Zusammenspiel mit Neptun macht
sie dem Typus empfänglich für Ansteckungen. Natürlich sind ihr die
venusischen Krankheiten zugeordnet. Sie verleiht schöne Augen, die ebenfalls
Venusorgane sind.
Venus mit wem?
Venus im Zeichen Fisch verhilft sie dem Typus zu einer allgemeinen
Menschenliebe. Im Fall steht sie im gegenüberliegenden Zeichen, der
Jungfrau, die nüchtern und intellektuell ist und die eigene Interessen nicht
vergisst. Im Exil steht sie im Widder, in dem sie viele Liebestaten und
Kunstwerke beginnt, aber wenig zu Ende bringt. Mit Merkur schafft sie den
Literaten. Wenn sie in einem guten Aspekt mit Jupiter steht, entsteht ein
gut entwickeltes Drüsensystem und damit Sex Appeal und großer Charme. Eine
harmonische Verbindung mit Mars bringt die große leibseelische Liebe zuwege.
.Mars
Zuordnungen:
Widder und Skorpion im Element Feuer.
Der Tag Dienstag.
Die Farben rot, schwarzrot und rostig.
Die Zeit des Frühlings (Ostern), Tag- und Nachtgleichen, Herbst und Samhain
- die Nacht zum ersten November.
Die Zahl 5 als Pentagramm. Das Alter von 42 - 49 mit den vitalen Kräften der
Jugend, die von der Sonne veredelt wurden, finden hier ihre Kraft zu
späterer Weisheit. Mars ist der Wille zur Existenz. Mars ist das atmende,
blutbildende Lebensprinzip.
Organe: Galle, Muskulatur, arterielles System, Blutdruck, sexuelle Potenz.
Dem Widder ist der Kopf, dem Skorpion sind die Genitalien zugeordnet.
Konstitution ist gichtisch rheumatisch, neurasthenisch, apoplektisch und
allergisch.
Orte des Mars sind Plätze kriegerischer Auseinandersetzungen und
Hinrichtungsstätten, lebensfeindliche Gebiete wie Wüsten, Vulkangebiete
(besonders fruchtbar), spitze schroffe Gebirge; mit Saturn teilt sich Mars
die Schwefelquellen - mit Pluto die radioaktiven Gebiete.
Mineralien und Edelstein, die unter großer Hitze entstanden sind und
vulkanische Gesteine, Eisenhaltiges, Steine mit roter Farbe, düstere Steine
und Steine mit Gittermuster (Schutzmagie).
Wehrhafte Pflanzen mit dem Prinzip von Dornen, Stacheln, Brennhaaren gehören
ebenso zu Mars wie die Ausbildung von Giftpflanzen (auch Saturn) - daher
vorsicht in der Dosierung von Marspflanzen! Häufig rote Farbe der Blüten und
Beeren, beispielsweise: Bärenklau, Berberitze, Klette, Knoblauch, Rettich,
Schlehe, Echinacea, Thymian, Wacholder und äther. öl von Asa foedita.
Planet Mars, griech. Ares, ist in unserem Sonnensystem die Energie und die
Begierde, die sich vor allen Dingen Das Wesen.
Der um die Behauptung im groben Stoff richtet. Ergo die Inkarnation und der
Kampf um das Dasein. Mit einem kräftig stehenden Mars im Horoskop kann man
schwere Unfälle und hohes Fieber überstehen - man stirbt nicht, weil man auf
der Erde bleiben will.
Mars gibt ein gesundheitsstrotzendes äußeres, rötliches Haar, Muskelkraft
und spontanes und direktes Auftreten, häufig schroff - aber ehrlich,
manchmal vorschnell und überstürzt.
An fast allen stofflichen Unglücksfällen ist der übereilte und häufig
unvorsichtige Mars beteiligt. Seine Neigungen machen ihn zum primitiven
Bösen mit äußerungen in übermut und grobem Unfug.
Marsmenschen sind Menschen, die die Ellenbogen gebrauchen. Mars bringt den
selbstständigen Unternehmer und den dynamischen Geschäftsmann hervor.
Mars`Zeichen ist der Widder, der Rammbock, der den Weg bahnt. Bei keiner
Arbeit kann auf die Marsenergie verzichtet werden.
Schlaue Marketingleute mit dem Erfolgsspruch "Mars bringt Energie, bei
Arbeit, Sport und Spiel" machten den Mars geniessbar - und sehr erfolgreich!
Mars ist der Gegenspieler von Venus - das ist wie Krieg und Frieden,
Mathematik und Sprache, Aufbau und Reinigung, Trennen und Verbinden, Hass
und Liebe, hart und weich, nehmen und geben, zupacken und abwarten. Mars
bringt das Kapitalvermögen zuwege, Mord und Brandstiftung - aber auch die
Entdeckungsreisen, die sportlichen Höchstleistungen und das Handwerk des
Schmieds.
Das Metall des Mars ist das Eisen, aus dem Waffen und Werkzeuge geschmiedet
werden. Im menschlichen Körper beherrscht Mars die roten Blutkörperchen, die
Muskeln, die Galle und die männlichen Geschlechtsorgane. Ein typisches
Marsgetränk ist der Kaffee, der Leber, Herz und Nieren reizt und den
Eiweißstoffwechsel beschleunigt.
In der Tierwelt herrscht Mars über die Raubtiere.
Im Pflanzenreich gehört der bittere Geschmack und alles was sticht,
schneidet und durchbohrt, zum Mars: Gräser, Weizen und allgemein die
Stacheln, Dornen und Brennhaare. Die Quecke schreitet ebenso unwiderstehlich
voran wie die römischen Legionen und der Weizen macht unternehmungslustig
und kriegerisch. Ein typisches Marsland ist die USA. Beim Kartenspiel ist
Mars im Karo repräsentiert.
Der Mythos.
Bei den Griechen war Ares wenig beliebt, dafür bei den Römern um so mehr. Er
wurde in Thrakien, wo die Bevölkerung rau und kriegerisch ist und das Wetter
häufig stürmisch - als Sohn des Zeus (Jupiter) und seiner rechtmäßigen
Gattin Hera geboren. Sein Vater kam nicht gut mit ihm aus. Er wird in
Kriegstracht mit Speer und Schild abgebildet. Die Kriegsgöttin Bellona
lenkte seinen Streitwagen. Nur Mars und Bellona brachten die Römer
Menschenopfer dar, wie es heute noch in der ganzen Welt üblich ist: unter
den 19jährigen trifft er seine Wahl!
Der junge Mars verführte einst die Jungfrau Ilia, die damit ihr
Keuschheitsgelübte brach, weshalb sie nach der Geburt ihrer Zwillinge
getötet wurde und ihre Söhne Romulus und Remus im Wald ausgesetzt wurden.
Dort erbarmte sich eine Wölfin ihrer und säugte sie, bis sie ein Hirte fand
und groß zog. Als junge Männer zogen sie in die Welt, bis sie an sieben
Hügel kamen, auf denen sie eine Stadt errichten wollten. Sie gerieten in
Streit - wobei Romulus seinen Bruder tötete. Mit anderen Abenteurern erbaute
er die Stadt Rom. Dort errichtete er als König der Römer eine solche
Schreckensherrschaft, dass ihn die Senatoren während einer Sonnenfinsternis
ermordeten. Der Bevölkerung erzählten sie, die olympischen Götter haben
ihren König zu sich genommen und dass man ihm einen Tempel errichten müsse.
Fortan wurde er als Quirinus verehrt. Wenn sich der Speer in der Hand seiner
Statue im Tempel bewegte, bedeutete dies, dass der Ausbruch eines Krieges
bevorstand.
Mars hatte auch ein Liebesverhältnis mit Venus, was ihrem Gemahl Vulcanus
(Hephaistos) sehr erzürnte, den Waffenschmied der Götter, der unter dem ätna
hauste und arbeitete. Als man ihm einmal einen Wink gab, dass das Pärchen
ein Schäferstündchen hielt, warf er ein eisernes Netz über die beiden, das
er zu diesem Zweck geschmiedet hatte, aus dem sie sich nicht befreien
konnten. Dann gab er sie dem Gespött der übrigen Götter preis.
Aus dieser Verbindung gingen viele Kinder hervor. Diejenigen von ihnen, die
nach ihrer Mutter schlugen, waren schön:
* die Tochter Harmonia,
* der Sohn Cupido (Amor, Eros), der immer ein süßes Kind
blieb, aber wuchs, wenn er in Gesellschaft von
* Anteros (der Leidenschaft) war.
Die übrigen Kinder, die nach ihrem Vater schlugen, waren
* Eris, die Zwietracht,
* Phobos, das Grauen,
* Metus, die Frucht,
* Daimos, das Entsetzen und
* Pallor, der Schreckliche.
Zwei der Marsmonde heißen heute Phobos und Daimos.
Als sich Venus einst in den Jüngling Adonis verliebte, hetzte der
eifersüchtige Mars einen grimmigen Eber auf den schönen Jüngling, der dessen
Schenkel mit seinem Hauer aufriss. Adonis starb an dieser Wunde, worüber
Venus untröstlich war. Sie bat Jupiter, Adonis wieder zum Leben zu erwecken
oder sie selbst in die Unterwelt gehen zu lassen, um mit ihrem Geliebten
zusammen sein zu können. Darauf hin wurde mit Pluto, dem Gott der Unterwelt,
vereinbart, dass Adonis im Sommerhalbjahr bei Venus auf der Erde und im
Winterhalbjahr in der Unterwelt wohnen sollte. Wie Koré ist er also der
Lebensgeist des Pflanzenreiches.
Mars gilt als das "kleine Übel", der Ausführer von Plänen des Teufels oder
Satans, als dessen Beelzebub er gilt. Er ist der Diener des herrlichen
Luzifers. Das Sonnensystem kann ohne ihn nicht sein - so wie Luzifer bekehrt
werden muss, so muss Mars veredelt werden: dann erscheint er in der Gestalt
Michaels, dem Anführer der himmlischen Heerscharen.
Jupiter
Zuordnungen:
Das Sternbild Schütze und das Element Feuer, mit etwas Luft wird
zugeordnet.
Als klares, dunkles Blau geht die Farbe ein, ebenso dunkelrot bis braunrot
und tiefes Gelb.
Der Donnerstag ist Donars Tag. Vorfrühling und Spätherbst sind seine
Gefährten.
Das Alter von 49 - 56, also die Midlife-Crisis - das überdenken des
Bisherigen - wird angereichert mit Reife, Vernunft, Ordnung und Umsicht:
Ideale werden verwirklicht!
Das Jupiterprinzip greift in Prozesse ein, bei denen es sich um die
Ausbildung von Formen aus dem Flüssigen handelt. Er ist der Beherrscher des
Wasserorganismus und der Bildekräfte.
Deshalb unterliegen ihm Organe wie Knorpel, die Gelenke (besonders das
Hüftgelenk), Wirbelkörper und Bandscheiben, das Wohlgeformte - sowohl
geistig als auch körperlich - und die Gedankenbildung. Das Parenchymorgan
LEBER ist dem Jupiter unterworfen.
Die Konstitutionen sind neurasthenisch, sykotisch sowie dyskratisch. Das
betrifft die Charakterausbildung und das Temperament, die Krankheiten des
Flüssigkeitsorganismus, Leberleiden und Statikprobleme.
Ein übermaß an Jupiterkraft kann sich in einer Tendenz zur überorganisation
ausdrücken oder Perfektionswahn. Mangel desselben kann sich in planlos,
kleinlich oder sich gehen lassen, bemerkbar machen.
Orte des Jupiter sind majestätisch wirkende Orte, ohne Schroffheit und
Lebensfeindlichkeit. Seine Hochplateaus liegen meist in der Nachbarschaft
von Saturn. Das sind Plätze der Bildung und Versammlung, oft üppige
Laubwälder oder Kultorte, die weithin sichtbar sind.
Mineralien und Edelsteine sind blau, rotbraun und Steine, aus denen Mauern
errichtet wurden.
Stannum metallicum (Zinn) gleicht die polaren Prozesse von übermaß und
Mangel aus, vermittelt zwischen Spannungen und Erschlaffung (Leber und
Lunge).
Saphir bei gedanklicher Formbildungsschwäche, Lapis - besonders mit Pyrit -
hat eine sedierende Wirkung auf die Lungen. Lapis ist der Stein der
Verantwortung. Sodalith bei chronischen Lungenprozessen wie Asthma und bei
Lebererhitzung. Bernstein zur Durchwärmung bei degenerativen Prozessen.
Pflanzen des Jupiters sind: Alraune, Beinwell, Dachwurz, Damiana, Eiche,
Engelwurz, kreuzblättriger Enzian, Galgant, Löwenzahn, Odermenning,
klebriger Salbei, Walnuss und Zaunrübe.
Sanftmütige Tiere wie Rind, Schwein, Nilpferd und Elefant werden zugeordnet.
Der Planet und die Gottheit Jupiter hießen bei den alten Griechen Zeus,
bei den nordischen Völkern Thor oder Donar - der Donnergott - dessen Tag der
Donnerstag ist. Weil seine Kraft vor allem den Lebenspol beherrscht (der im
Süden liegt), war Jupiter das Oberhaupt der Götter. Im Norden, dem Denkpol
also, war es Odin oder Wotan, der mit Unterstützung von Merkur die Kraft für
das Bewusstwerden schenkt und die Formulierung von Gedanken in der Sprache.
Jupiter und Saturn stehen einander als Gegenpole gegenüber und halten sich
im Gleichgewicht.
Das Wesen.
Jupiter ist die Kraft der Ausdehnung - wie Saturn die Kraft der
Zusammenziehung ist. Jupiter ist der größte aller Planeten, mit dem 11fachen
Durchmesser unserer Erde. Tier und Pflanze lässt er groß und (wassersüchtig)
dick werden. Im Aszendenten - wo er auf das körperliche äußere einwirkt -
gibt er Männern Korpulenz und Frauen eine Junogestalt. Er macht reich und
wohlhabend, lässt äckern eine reiche Ernte und Vieh viele Nachkommen
hervorbringen.
Jupitermenschen sind weit gereist und belesen, ebenso Gelehrte. Jupiter
vertritt das Motto: leben und leben lassen und ist das Glück der Dummen!
Im griechischen Mythos stieß Jupiter seinen Vater Saturn vom Thron und
wurde selbst Herrscher der Götter. Er verschlang seine schwangere Frau
Metis, seinen eigenen weiblichen Pol - wodurch er vollständig und erwachsen,
sein Denken ethisch wurde. Von heftigen Kopfschmerzen gepeinigt, ließ er
sich von dem Gott Hephaistos (Vulcanus) mit einem Hammer den Schädel
spalten, aus dem seine Tochter Athene, die Göttin der Weisheit, in voller
Rüstung zum Vorschein kam. Jupitertypen versuchen ja stets, andere mit den
Waffen der Rede, in der Diskussion zu überzeugen.
Der Göttervater wird mit einem Bündel Blitze in der Hand auf einem Thron
dargestellt - von vier Göttinnen umgeben:
* Nike, der Göttin des Sieges,
* Fortuna, die Göttin des Glücks mit ihrem Glücksrad,
* Hebe, die Göttin der Jugend, die ihm Nektar reicht und
* Fama, derjenigen des Ruhms, die mit ihrer Trompete alles
verkündigte, was Jupiter ihr vorsagte - auch wenn es nicht wahr war!
Der Mondfaktor im Jupiter verleiht das bildende Denken der Leber, was man
träumt, ist der Vorhersagetraum. Jupiter liest und schreibt keine Bücher -
was er braucht, wird ihm eingegeben. Wenn seine Kinder in Not sind, dann
zieht er sie, und wenn es im letzten Augenblick ist, am Schopf aus dem
Sumpf.
Saturn
Zuordnungen:
Saturn, der Hüter der Schwelle zur Welt kosmischen Bewusstseins, ist das
Element Erde und das Sternbild Steinbock.
Die Zahl 3 der indogermanischen Gottestrinität (Herr über die drei Welten)
mit den düsteren Farben schwarz (Farbe des Lebens), schwarzrot in Verbindung
mit Mars (Farbe des großen Werkes), grau, dunkelbraun, schwarzviolett
und auch kaltes weiß.
Der Samstag ist auch Mahakala, der Tag der Tibeter; seine Zeit ist der
Winter und das Alter ab 56 bis zum Tod ist saturnal.
Der lange, oft drohend wirkende Mittelfinger ist der Saturnfinger.
Saturn steht für Abgrenzung, Mineralisierung, Reife und alle erstrebenden
Lebensprozesse. Als Führer durch die Planetenwelt schenkt er uns
Bewusstsein, Weisheit und die Fähigkeit - durch gewonnene Erfahrungen -
unsere geltenden Prinzipien mit Gültigkeit zu entwickeln.
Organe wie Knochen, Milz, Nerven, Bindegewebe und Sinnesorgane sowie das
Knochenmark (Polarität von Tod und Leben) gehören zu Saturn.
Seine Konstitutionen sind sklerotisch, apoplektisch, neuropathisch,
psoriatisch und gichtisch.
Typisch sind Krankheiten, die zur Verhärtung führen. Als Herr der
chronischen Krankheiten und langsamen Prozesse werden ihm mond- und
plutotypische Leiden wie Krebs zugerechnet.
Ein Übermaß an Sartunellem entwickelt eine Tendenz zur Sucht und Perversion.
Prinzipienreiter sind doch gern gesehene Gäste! Saturn macht unflexibel,
starr, geizig und ist mit erdrückender Pflichterfüllung und tierischem Ernst
dem vorzeitigen Altern unbarmherzig ausgesetzt. Im schlimmsten Fall ist es
der unbarmherzige, tyrannische Greis.
Ein Mangel an sarturneller Energie macht unbeständig, haltlos und verleiht
dem "Träger" kein gutes Gedächtnis.
Die Verwirklichung des saturnalen Prinzips gibt den Menschen eine
Vorbildfunktion, die Weisheit des Alters und machen ihn zum gern gesehenen
Gast in der Funktion des ältestenrates. Unter Verhältnis zum Alter und zum
Tod zeigt, wie weit wir von dieser Verwirklichung entfernt sind.
Orte Saturns sind finstere, stinkende Orte, Gräber - Orte, an denen
überleben unmöglich ist: Antarktis, Wüste, Moore, Gletscher, Bergwerke,
Schluchten und Höhlen, also unzugängliche, einsame, kalte Orte.
Die Mineralienwelt als solches ist saturnal, besonders die Härte zeichnet
das Zeichen aus, was glasklar oder ohne jegliches Licht bedeuten kann. Das
wäre Plumbum (Blei), es lässt alles Lebendige ersterben. Eine Bleivergiftung
führt zu Depressionen, Sterilität, Sklerose, Demenz und Chromosomenschäden
sowie zu Nervendegenerationen. Siliziumverbindungen wirken auf geistige
Phänomene und Silicea (Kieselsäure) ist für den tuberkulinen Typ, der sich
im Verlauf des Lebens stark saturnal entwickelt. Quarz (Bergkristall) zur
Einschmelzung entzündlicher Prozesse und bei neuralgischen Schmerzen.
Besonders langlebige Pflanzen mit starker Wurzelbetonung (verankern) sind
saturnal. Wider dem natürlichen Rhythmus wachsend, düstere Farben der Blüten
ebenso wie Drehwuchs und Gezwieseltes und immergrüne Kräuter und Pflanzen
sind der Saturn.
Z. B. Alraune (wurzelbetont), Eibe (immergrün), Einbeere (dunkle Frucht),
Herbstzeitlose (Nervengift), Thuja (lebensverlängernd und immergrün),
Weihrauch (Potenzen sind geistanregend) oder Zypresse (Depressionen).
Die zugeordnete Tierwelt sind langlebige Tiere, nachts aktiv und oft
unterirdisch lebend und nennen sich Schlangen, Ameisen, Schaben, Flöhe,
Maulwurf + Co. Die Organe sind die Knochen und die Milz.
Das Wesen Saturns lässt sich bezeichnen als den Abschluss der Entwicklungen
aller menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Er schafft den
Gewissensmenschen, der alle harten Lektionen des irdischen Lebens gelernt
hat. Er ist bereit, in die folgenden Welten und Bewusstseinszuständen
einzugehen, deshalb nennt man ihn auch den "Hüter der Schwelle".
Das Wesen des Saturn ist also die Zusammenziehung, im Gegensatz zu Jupiter,
der alles zur Ausdehnung bringt. Saturn lässt alles schrumpfen, sich des
überflüssigen entledigen, abkühlen, verdichten und verhärten. Saturn
herrscht über den Winter und den Frost, über Erstarrung und
Kristallisierung. Er schafft Eisblumen und Schneekristalle und ist die
Erhabenheit des einsamen Hochgebirges mit seinen Gipfeln - die vom ewigen
Schnee bedeckt sind. So verleiht er im Denken die reine, blanke Abstraktion,
die Wahrheit in wenigen Worten ausgedrückt und auf das Wesentliche
reduziert. Von ihm gehen aber auch die Zwangsvorstellung und das Grübeln
aus!
Im Pflanzenreich schafft Saturn die starke Wurzel, den härtesten Teil der
Pflanze, der von der Schwerkraft angezogen wird, deren Herr unser Saturn
ist. Die kleinen Samen in der zweiten Jahreshälfte, wenn die Blüten
abgefallen sind und das Laub welkt - unterliegen der Zusammenziehung der
Lebenskräfte. Langsames Wachstum, ledrige Blätter und Nadeln - die die
Winterkälte vertragen sind saturnal wie die Früchte des Wacholders, die zwei
Jahre brauchen, um zu reifen. Auch in der Strohblume kann man die Frucht des
Lebens reifen sehen.
In der Tierwelt drückt sich Saturn in den Nagetieren aus - so nagend wie
Sorgen und schlechtes Gewissen! - vor allem in den Mäusen. Seine Farbe beim
Kartenspiel ist das Pik.
Die Zusammenziehung der Seele lässt die Angst entstehen, wobei das
überschüssige Wasser als Angstschweiß aus dem Körper gedrängt wird. Der
Druck Saturns auf die Empfindungsseele erzeugt Depression und
Niedergeschlagenheit. Saturn verleiht auch die melancholische Konstitution,
die Schwarzgalligkeit oder den düsteren Blick des Hypochonders. Seine Leiden
sind Verhärtung, Verkalkung, Versteifung - alles, was durch Kälte entsteht!
Chronische Leiden und Rheuma in allen Formen sind eben saturnal! Trotzdem
wird ein saturneller Mensch sehr alt, wenn auch oft blass und mager, wirkt
er trotzdem zäh. Es werden ihm das Skelett, das Gebiss und die Haare
zugeordnet - Körperteile, die nach dem Tode am längsten erhalten bleiben.
Saturn schafft auch den Eremiten und den Asketen, den nüchtern lebenden
Gelehrten, der in seinem Studienzimmer Bücher verfasst, welche die
Jahrhunderte überdauern. Mit "dürren" Begriffen drückt er die "nackte"
Wahrheit aus. Diese sind das Salz in der Wissenschaft, herrscht doch Saturn
über die Salze und die Mineralienwelt.
Menschen mit Saturn im Aszendenten empfinden daher das Leben als schwere
Last, die sie jeden Tag aufs neue auf sich nehmen müssen. Ein
aspektbildender Mond ~ macht sie schwermütig und sie sehen überall
Schwierigkeiten und sagen erst einmal nein.
Saturn = Kronos (der Gott), Chronos = die Chronologie, die Chronik = die
Zeit. Verstanden?
Er zieht die lange horizontale Linie - von der Vergangenheit durch das Heute
der Zukunft - hier gibt es kein Entrinnen. Er kettet den Menschen an sein
Schicksal, an den Stoff, an seinen Leib, an das Abbüßen seiner alten Sünden
- ohne Vergebung oder Gnade - bis der Zyklus abgeschlossen ist. Er gibt
damit
* die Beschränkungen auf, leitet das Missgeschick,
* die chronischen Krankheiten und die Leiden,
* die Hemmungen und den Rückschlag,
* das Verpassen von Gelegenheiten und des Glücks.
Eine geordnete Gesellschaft ist unmöglich ohne Saturn. Er bewirkt, dass
Verträge, Abmachungen, Versprechungen und Pflichten eingehalten werden.
Saturn steht für die Hinnahme eines harten Schicksals. Konfliktstellungen
zwischen Sonne (dem Ich) und Saturn führen zur Auflehnung gegen die
Obrigkeit, den Vater, den Staat - wenn sie passiv sind - und zeigen sich in
Härte gegen sich selbst, in strenger Erziehung und Diktat von Ordnung - wenn
sie aktiv sind.
Saturn bewirkt die Verkrampfung der Kanäle, in denen die Lebenskraft strömt
- mit der Folge von Mangelerscheinungen und Seelenverdüsterung - und führt
schließlich zum Tode. Sein Werk sind Traumen und Seelenwunden, die nicht
heilen.
Saturn wird abgebildet als der alte Mann mit der Sense. Er mäht, als Kronos,
die Tatsachen und die Menschen hinweg. Im griechischen Mythos ist er der
Gott, der seine eigenen Kinder bei ihrer Geburt verschlingt. Bis seine Frau
nach der Geburt Jupiters, diesen in Sicherheit bringt und dem Vater einen
umhüllten Stein statt dessen anbietet, den der Vater für das Neugeborene
hält und sofort verschlingt. Wie vorher gesagt, wird Saturn von diesem Sohn
später vom Thron gestoßen. Beide aber, Saturn und Jupiter müssen miteinander
im Gleichgewicht sein - wollen sie der Menschheit dienlich sein.
Der Finger Saturns ist der Mittelfinger, an dem sollte man den Siegelring
tragen, das Band zu den Vorfahren. Völkerführer wie Moses oder Konfuzius
schenkten dem Menschlichen auf der Erde die vollkommene Form und Ordnung.
Uranus
[Uranus] unterliegt der Wassermann und das Element Luft.
Im Griechischen heißt Uranos Himmel oder Chaos. Imaginäre Zahlen gehören ihm ebenso
wie die Farben blauviolett, Indigo und bronzene Töne wie schillernde Töne.
Der Frühling und der Herbst sind seine Jahreszeiten. Das dritte Auge, die
Aura (Verbindung zwischen Stofflichem und Energiekörper), das elektrische
Potenzial vom Zentralnervensystem mit Gehirn und Rückenmark plus Kleinhirn
werden [Uranus] zugerechnet. Schöpferisches im positiven Sinne ist er, was negativ
als Verbrechen, Wahnsinn und Perversion endet. Die Konstitution lässt sich
als luesinisch, autoaggressiv und neuropathisch bezeichnen.
Plötzliche Vorgänge wie Apoplex, Infarkte, Unfälle, bizarre Leiden mit sich
fortwährend ändernden Symptomen sind Uranus.
Seine Orte sind Vulkangebirge, allgemein radiästhetische Störstellen - in
denen merkwürdige meteorologische Phänomene beobachtet werden.
Seine Mineralien Zink, Cadmium, Chrom und Platin sind alle Heilmittel für
Nervenleiden. Im Diamanten ist er das Reaktionsmittel der Psyche.
Aus der Pflanzenwelt sind uranisch die dunkle Akelei (Metaphysik), Arnika
(ganze Pflanze), Buchsbaum, Günsel (Prozesse in der Seelentiefe),
Natternkopf (Channeling), Quendel (Schwäche von Leib und Seele), gefleckter
Schierling (Verhärtungen), Wasserdost (antiviral).
Die Tierwelt von Quallen, Zitteraal, Zugvögel und mythologische Wesen wie
Drachen, Wale, Delphine, Leguane und Warane sind Uranus zugerechnet.
Ist der Planetengeist und Herrscher über den Sternenhimmel und zeugte mit
seiner Gattin Ge (Herrscherin über die Erde), die 12 Titanen
* Hyperion, die Sonne
* Phoebe, den Mond,
* Okeanos, der seine Schwester Thebis heiratete,
* Kronos, den Saturn und
* Gewaltige Naturkräfte.
Alles Lebende nimmt Gestalt an durch Polarität von Himmel und Erde. Die
Polarität und die damit verbundene Halbheit wurde Uranus so widerwärtig,
dass er sein Geschlechtsteil abschnitt und ins Meer warf. Woraus Venus
hervorging, die Liebe der Seele.
Uranus schafft alle Formen der Zusammenarbeit und des Gemeinschaftslebens.
Das zeigt er mit Wassermann und mit dem elften Haus des Horoskops, das
verbunden ist mit Freunden und Geistesverwandten, Vereinen und Verbänden. Er
lässt Genies und Erfinder geboren werden, in dem er deren "innere
Funkantennen" elektrisch auflädt, sodass sie Muster des Zeitgeistes aus dem
äther empfangen können. Er beherrscht deshalb die Elektrizität in allen
Formen, die Yang-Kraft, die kosmische Lebenskraft, die Vril der Magie -
gemeint ist die Kraft, die binden und lösen, gestalten, schaffen und
zerstören kann.
Seine Glyphe besteht aus Kreuz, Bogen und Zirkel - also die Mondsichel
einschließend, die bei Mars fehlt! Deshalb ist Mars "nur" Sexus, während
Uranus die Seelenkraft hinzu bekam. Ergo: Uranus ist im Gegensatz zu Mars
nicht nur Zerstörer; er zerstört die veraltete Form - um aus den Trümmern
eine neue, zeitgemäße Form auf zubauen. Er ist der Erneuerer und Reformer.
Uranus erleuchtet das menschliche Gehirn mit seinen elektrischen
Lichtblitzen, die als Ergebnis intuitive Ideen und spontane Einfälle
bringen. Ein gute Uranus-Mond-Verbindung kann frühere Erdenleben ins
Bewusstsein bringen.
Menschen mit einer schlechten Aspektierung zwischen Uranus und Merkur können
die ihnen zufallenden Wahrheiten nicht recht in ihr logisches Denken
eingliedern. Dies führt zu so genannter Geistesabwesenheit, in schweren
Fällen zu Fallsucht und Epilepsie.
Uranus Wahrheitsliebe entzaubert und ernüchtert, sein Licht durchdringt den
schönen Schein und löst ihn auf. Seine Losung war und ist: Freiheit,
Gleichheit und Brüderlichkeit. Ein uranischer Mensch kommt häufig nicht
pünktlich, was die Uhrzeit betrifft, dafür aber immer rechtzeitig um
jemanden eine Wahrheit zu enthüllen, die er gerade zu diesem Zeitpunkt
braucht, vielleicht aber nicht hören wollte.
Rhythmusstörungen sind Uranus-Leiden. Er verursacht die Spasmen und die
motorischen Unruhen. Das uranische Heilkraut ist das Gänsefingerkraut, die
Heilverfahren geben Rhythmik; der Wassermann beherrscht die Unterschenkel.
Steine sind blaugrün wie Malachit oder Türkis. Schlafstörungen (Uranus im
absteigenden Teil des Horoskops) oder Schwierigkeiten beim Aufwachen (Uranus
in der aufsteigenden Hälfte). In der Natur arbeitet Uranus bei Erdbeben
und Unglücksfällen mit Mars zusammen; bei Eruptionen verbündet er sich
mit Pluto.
Uranus reißt den Menschen und ganze Gruppen aus Schlendrian, Routine und
chronischen Missständen - um sie zu befreien - ob sie das wollen oder nicht.
Uranus ist der Befreier. Bringt man seinen Erneuerungen Widerstand entgegen,
beantwortet er dieses mit Revolution!
Uranus ist der Vermittler und Verbinder (durch den Mond die Seele) von Geist
und Stoff. Der Planet wurde 1781 am Himmel wieder entdeckt. Im Jahre 1789
brach die Französische Revolution mit ihrer uranischen Lösung aus. Der
Nationalsozialismus war uranisch; man nannte einander: Genosse.
Selbstständige Staaten in freiwilliger Zusammenarbeit sind uranisch.
Neptun
Als Überschreiter der Grenzen und als Verbreiter des Wahnsinns unterliegt [Neptun]
dem Element Wasser.
Die Elf ist seine Zahl;
violett, silbriges hellblau -
alle Farbtöne mit einem Fischschuppenglanz sind seine Farben.
Der Freitag gehört ihm, die Fische als Tierkreiszeichen werden ihm zugerechnet. Organe
des Zentralnervensystems (Balken, Ventrikel, Hirnhaut) so wie die
Myelinscheiden der Nervenfasern gehören unter sein Prinzip. Die Konstitution
ist lymphatisch, medial, neurasthenisch und sykotisch. Orte sind natürlich
die Meere, Höhlengewässer, Kulthöhlen, Eishöhlen und Sümpfe.
Aus der Pflanzenwelt werden zugerechnet das Acker-Vergissmeinnicht
(karmische Erinnerungen), Bilsenkraut (der "heilige" Wahnsinn), Ehrenpreis
(Heil aller Schäden), goldenes Frauenhaar (gegen unnatürliche Schäden) und
die Tiere Würmer, Polypen, Molche und Beuteltiere.
Die Körperzonen Kopfaura und besonders die Zehen werden [Neptun] zugeordnet.
Griechisch Poseidon, ist der zweite Mysterienplanet, so ying und magnetisch,
so negativ und passiv - wie Uranus yang, elektrisch, positiv und aktiv ist.
Ihm wurde die Herrschaft über das Meer verliehen, und er wird mit dem
Dreizack in der Hand dargestellt.
Das Wesen des Neptuns ist Verwässerung, Verdünnung, Auslöschung,
Verschleierung, Berauschung und Vergiftung sowie Düfte, verschiedene
Bewusstseinszustände und Anonymität - also die Verwischung von Grenzen.
Deshalb gehören zu ihm die Täuschung, raffinierte Künstlichkeit, Verlieren
und Verlorengehen ebenso wie Geister und Spukgestalten.
Ihm ist alles zugeordnet, was mit Wasser ? zu tun hat (Seefahrt, Fischerei,
Wäscherei und Schwimmbäder).
Die Grenzen der psychischen und körperlichen Persönlichkeit werden gerne
verwischt. Man geht in der Gruppe auf: Krankheitskeime, alles sehr kleine
und in Scharen auftretende Ungeziefer, Bakterien, Viren oder Heuschrecken -
alles, was zu einer Plage werden kann - ist Neptunhaft.
Neptunhaft ist auch das Schleichende und schlaue unterminieren des
Widerstandes eines Menschen, das instinktiv und unfehlbar die schwächste
Stelle findet. Die Abhängigkeit von Alkohol, Zigaretten, Kaffee,
Schlafmittel, die Abhängigkeit von weichen und harten Drogen ist Neptunhaft.
Hierzu gehören die Großbetrüger, denen es immer wieder gelingt, ihr Opfer zu
beschwatzen - bevorzugt wohlhabende Witwen mit dem Versprechen der künftigen
himmlischen Seligkeit. Neptunmenschen sind auf der Bühne wie im Alltagsleben
die größten Schauspieler, da sie jede gewollte Gestalt annehmen können.
In der Natur schafft Neptun das sehr Große, den Ozean, den Elefanten. Er
schafft die Giftpflanzen wie Schlafmohn und den Hanf, welche die Seele von
der irdischen Wirklichkeit ablenken. Nebel und Dunst, Wolken und Zwielichter
sowie verfließende Farben der Aquarellmalerei, Steine wie Opal und
Rheinkiesel - die alle Farbtöne zeigen können - das Lila und den Amethyst,
der die Seele reinigen kann, als dies ist Neptun.
Das Zeichen Neptuns ? sind die Fische. Diese beherrschen Portugal und
Indonesien. Neptun ist der Herrscher der großen Flüsse, Seen und Meere. Die
Westküsten sind ihm zugeordnet, Atlantis und Kalifornien, vor allem Los
Angeles (Kinos, verpestete Luft) ebenso die Fischerdörfer der europäischen
Westküste. Der heilige Nikolaus, der Patron der Seefahrer - ist mit ihm
verwandt. Die katholische Kirche ist eine typische Neptun-Organisation und
beherrscht deshalb die westlichen Fischerdörfer. Neptuns Tiere sind die
Fische, wie kann es anders sein - auch der Walfisch und seine Nährpflanzen,
Algen und Seetang.
Politisch schafft Neptun (im Gegensatz zum Sozialismus des Uranus) den
Kommunismus (neptunisch!), dessen Ziel es ist, alle Menschen auf der Welt
als gleich anzusehen und gleich aussehen zu lassen (Einheitskleidung, eine
Automarke), auf das Einheitsmuster des Staatssklaven dressiert. Kunst ist
nicht mehr möglich!
Neptun wurde im Jahre 1846 entdeckt, woraufhin der indische Okkultismus in
Europa durch die Theosophie in Mode kam und in Russland bei Intellektuellen
mit christlicher Grundhaltung wie etwa Tolstoi kommunistische Ideen
auftauchten.
Pluto
Der Skorpion ist [Pluto], hat mit Masse, großen Zahlen und Technik zu tun.
Das Element Wasser wird mit etwas Feuer unterstützt.
Vielstellige Zahlen sind seine Materie, zu Hause ist [Pluto] in der Computerwelt.
Die düsteren Farben ultraviolett, schwarz und schwarzbraun findet der toll.
Kein bestimmter Tag wird ihm zugerechnet - er nimmt die Nacht. Seine Lieblingsjahreszeit ist die
Zeit, in der die Vegetation ruht. Das plutonische Prinzip ist im 8. Haus,
auch das Haus des Todes genannt, heimisch. Durch die Zielstrebigkeit und das
Durchsetzungsvermögen des werden Phänomene wie große Zahlen, Anhäufung
von Macht und Reichtum, Aufstieg und Fall, Massenmedien und Werbung geliebt.
Die zur Faust geballte Hand ist seine Lieblingsstellung und über die
Zeugungsorgane herrscht Pluto. Gichtisch rheumatisch ist seine Konstitution
und seine Orte sind Gegenden, aus denen Gase aus dem Boden treten,
radonhaltige Heilquellen, dichter Dschungel und Tiefsee.
Metalle wie Uran, Plutonium + Co, alles Heilmittel bei Immunopathien. Onyx
(Körperzone Nacken) spiegelt die dunkelgraue Magie und wird homöopathisch
verwendet bei Otosklerose und Tinnitus so wie bei Stimmenhören. Schwarzer
Turmalin fördert den Kontakt zum Nichtmenschlichen.
Pflanzen wie Eibe, Salbei und exotische Giftpflanzen sind S. Tiere sind
besonders giftig. Schlangen, Giftschlangen, Skorpione und Schwiegermütter
zählen zu diesen reizenden Wesen.
Der Planet Pluto S ist der Fernste und damit älteste unseres Sonnensystems.
Das Wesen Plutos ist zentrifugale Schöpfungskraft, Machtausübung und
Umwälzung. Pluto bringt neue Geschöpfe, neue Unternehmungen und Kulturen
hervor - in dem er Geist und Seele in den Stoff senkt.
Im griechischen Mythos ist er der Herrscher der Unterwelt, wo er auf einem
schwarzen Thron sitzt und sein Wagen wird von schwarzen Pferden gezogen. Er
gehört zur Finsternis des verborgenen, okkulten Unbewussten, wie sich auch
sein Zeichen, der Skorpion, gerne im Dunklen aufhält. Er raubte die Jungfrau
Persephone und entführte sie in sein unterirdisches Reich, um sie zu
heiraten. Pluto ist nämlich auch die sexuelle Triebkraft aus dem Unterleib -
die das Seelenbewusstsein (Mond) nach unten in das Unbewusste zieht.
Pluto wälzt die Erde, die Menschen mitsamt den Gesellschaftsregeln um,
sodass der Lebenspol oben und der Denkpol unten zu liegen kommen (umgekehrt
wäre es richtig!).
Plutos GLYPHE ist der Glyphe des Mars ähnlich. Beide haben sie den nach
unten angefügten Mondbogen. Dieser ist die Polarität von Tyrann und Sklave,
Diktator und Masse. Pluto ist der Anführer des Sklavenaufstandes; ist
derjenige, der die Machtverhältnisse umkehrt - worauf der Sklave seinerseits
zum Unterdrücker wird. Pluto arbeitet unterirdisch, er beherrscht die
Unterwelt und das Verbrechen. Er gibt den Menschen Machtgier, Diktatur und
Gewalt, Schreckensherrschaft und Vergewaltigung, Lustmord und Hysterie. Er
tritt als Rädelsführer auf, hat überzeugungskraft und kann die Masse zur
Gewalt anstacheln. Er ist die Macht des Geldes - ausgedrückt in den "Multis"
Shell + Co, in der Scientology Church und in politischreligiösen
Machtorganisationen.
Pluto führt die Menschen zur Kernspaltung, weil er die Radioaktivität
beherrscht. Dass er damit die Kraft verfügt, unsere Schöpfungskraft zu
zerstören und radioaktive Gebiete zu hinterlassen - machen ihn gefährlich!
Pluto herrscht über das Amazonasgebiet (die grüne Hölle), wo Piranhas und
Vogelspinnen einen Menschen töten können. Er herrscht auch über die Wüste
Nevada, das als verfluchtet Land von den Indianern gemieden wird, wo heute
die USA Atombomben zünden. Die Voodoo-Kultur hat besonders in der Nähe des
äquators, als schwarze Magie ihren Höhepunkt erreicht. Die große Spinne
Shelob und die Trolle sind ebenso plutonische Geschöpfe wie alle Riesen.
Pluto reagiert die Gestalt-Verwandlung, beispielsweise des Engerlings zum
Maikäfer, der Larve zum fliegenden Insekt, der Raupe zum Schmetterling - und
des Menschen zum Engel oder zum Teufelchen. Abgestorbenes wird zu Humus und
Dünger, d. h. Pluto erzeugt Kompost. Er macht den Abfall des einen zur
Nahrung des anderen - Pluto regelt die Düngung! (Es wird Zeit auch mal was
Positives über Pluto zu sagen).
Pluto gibt ein Gespür für die Erdkruste, damit bringt er den Rutengänger
hervor, den Schatz- und ölsucher wie auch die Analogie auf dem seelischen
Gebiet - damit arbeitet der Psychoanalytiker!
Plutos Strahlen S sind die Erdstrahlen, die elektrischen Schwingungen an
unterirdischen Wasserläufen und Kreuzungen. Mit dem Wasser bezieht er den
Mond ein, was bei bestimmten Typen Krebs entstehen lässt. Die meisten Tiere
meiden diese Plätze, während Ameisen, Katzen und Eulen diese Orte gerade
aufsuchen. Die schwarze Katze auf der Hexenschulter zeigt einen plutonischen
Ort an, ebenso der Ameisenhaufen.
Zu den alten Pflanzen, die unter der Herrschaft Plutos stehen, sind der
Bärlapp (Lycopodium) - seine Sporen tragen gelbes, aluminiumhaltiges Pulver,
das beim Anzünden explodiert. In den Apotheken wird es benutzt, um Tabletten
trocken zu halten. Lycopodium D5 bis D12 ist ein hervorragendes Mittel für
Körper und Seele bei einer Mond-Pluto-Konjunktion. In hoher Potenz (D6o und
höher) gibt Lycopodium einem solchen Unterdrückten das nötige
Selbstbewusstsein (Mellie Uyldert). Als D12 ist es ein hervorragendes Mittel
gegen trockenes Ekzem, besonders am rechten Zeigefinger, das mit einer zu
trockenen Leber zusammenhängt, alte Luftröhrenkatarrhe und
Gedächtnisschwäche - was alles eine Folge von Radioaktivität aus
Atomversuchen (Pluto) sein kann. Im Französischen heißt die Pflanze
jalousie: der Neid des Untergeordneten macht den Menschen später zum
Tyrannen.
Plutos Krankheit ist der Krebs.
Plutos ausstülpende Schöpfungskraft schafft alle "Anhängsel" des
menschlichen Körpers, wie die weiblichen Brüste, den Penis und die Hoden des
Mannes - aber auch Geschwüre, Warzen, Polypen und Myome. Plutos Streben ist
es, mithilfe des Mondes (der die ätherischen Muster zu stofflichen Formen
verdichtet), einen Menschen zu schaffen: den Homunkulus der Alchemisten (der
beherrscht die Mutation und die Transmutation des Stoffes).
Die Urform seiner Schöpfungskraft ist die Kugelform auf einem Stiel, wie
etwas der Pilz, die Gebärmutter und die Geschwulst. Durch Gegendruck wird
diese Kugel platt, wie bei einem älteren Pilz und dem Atompilz! Die
operative Entfernung der Gebärmutter (Schöpfungskraft) oder Eierstöcke wird
die Quelle geschlossen. Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass umgekehrt
Warzen durch Zaubersprüche entfernt und Krebs durch Geisteskraft überwunden
werden können.
Zu Plutos Tieren gehören die Eidechse, die Schlange (die ihre Beute
hypnotisiert), der Tintenfisch, die Spinne, der Skorpion, der Krebs und die
Kröte.
Die Kröte kündigt sowohl im Märchen wie auch in der Realität häufig eine
Geburt an. Bei einem Pluto-Aspekt erscheinen Kröten im Garten und wenig
später gibt es häufig eine Geburt oder Krebs tritt auf. Zugleich kann er
Krebs heilen: in Surinam bindet man eine Kröte, die von Natur aus mit Warzen
bedeckt ist, zur Heilung auf ein Krebsgeschwür. Die auf dem Pilz sitzende
Kröte ist die Gegenkraft der Wucherung = plutonisch!
Im Pflanzenreich gehören die Schimmelpilze und ihre oberirdischen
Fruchtkörper zu Pluto. Das Penizillin, ein Schimmelpilz, sowie der Pilz
Mucor wurden von Professor Enderlein zeitgleich mit seiner Entdeckung am
Himmel (1930) unter dem Mikroskop "endtdeckt".
Je stärker Pluto in der Menschenwelt wirkt, desto größer sind die
Katastrophen - desto größer sind die Wunder!
Pluto wurde 1930 am Himmel entdeckt. Seine Pilzform hat das Aussehen einer
Atomwolke sowie auch das Krebsgeschwür Pilzform entwickeln kann.
Das Sonnenjahr 2003, beginnend zu Ostaria, wird beeinflusst von Planten
Pluto (der nicht gut steht!).